Schlagwort: Durchfall

Salzstangen ja, Cola nein

Was Kindern gut bei Durchfall hilft

Wenn Kinder unter Durchfall und Erbrechen leiden, brauchen sie vor allem eins: Flüssigkeit.

Aber sie verlieren auch Körpersalze, Elektrolyte. Um sie zu Durchfall ist nicht angenehmersetzen, können Salzstangen helfen. „Sie gleichen den Elektrolyt-Haushalt wieder aus“, sagt Dr. med. Nele Malarski aus Weimar im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Von Cola dagegen, einem immer wieder gehörten Tipp, aber rät Malarski ab. „Der Zuckergehalt ist zu hoch, und die Kohlensäure kann wiederum Blähungen verursachen.“ Bitte dem Kind auch keine Milch oder Milchprodukte geben. Die Laktose kann die Dauer des Durchfalls verlängern. Muttermilch ist aber erlaubt. Unverdünnte Fruchtsäfte sind tabu, solange der Bauch wehtut. In Apotheken gibt es spezielle Elektrolytlösungen für Kinder. Diese Pulver setzt man zuhause mit Wasser an.

Quelle: Presse-News Wort & Bild Verlag, Apothekenmagazin „BABY und Familie“ – www.baby-und-familie.de

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Wenn das stille Örtchen zur Bleibe wird

Am 29.05.2013 ist Weltverdauungstag

Wer unter Durchfall leidet und oft auf das stille Örtchen muss, um unter Qualen seinen Darminhalt zu entleeren, empfindet dies meist als sehr belastend. Doch Fakt ist – Durchfall gilt nicht als Erkrankung, sondern ist lediglich ein Symptom, hinter der sich eine Störung im Körper verbirgt, die eine verstärkte Ausscheidung über den Darm nach sich zieht. So versucht der Organismus, sich auf schnellstem Weg schädlicher Stoffe zu entledigen. Das können Mikroorganismen im Darm sein, Viren oder Bakterien, oder auch verdorbene Nahrungsmittel oder unverträgliche Stoffe. Damit wird verhindert, dass sich Keime ansiedeln und vermehren oder gesundheitsschädigende Stoffe von der Darmschleimhaut in den Körper gelangen. Bei Erwachsenen ist eine Durchfallerkrankung zwar sehr lästig, aber geht nach wenigen Tagen oft von selbst wieder vorbei.

Expertentipp zu Durchfall

Kinder und Säuglinge hingegen leiden besonders stark. Sie haben bei Durchfall-Erkrankungen nicht selten Fieber, oft kommt Erbrechen hinzu. Auch Bauchschmerzen und Übelkeit sind übliche Begleitsymptome. Was bei Durchfall-Erkrankungen ratsam ist, weiß der Berliner Gastroenterologe PD Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe: „Die Behandlung akuter Diarrhöen mit Laktobazillen wirkt sich hoch signifikant verkürzend und abmildernd auf den Krankheitsverlauf aus. Lacteol eignet sich für alle Typen der akuten infektiösen Diarrhö und kann auch bei immunreduzierten Patienten, Säuglingen und kleinen Kindern als First-Line-Therapie eingesetzt werden.“

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Wichtig ist, dass die kleinen Patienten viel trinken, damit der Durchfall nicht zu einer Austrocknung des Körpers führt.
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Alarm für kleine Patienten

Wichtig ist, dass die kleinen Patienten viel trinken, damit der Durchfall nicht zu einer Austrocknung des Körpers führt. Durch die massiven wässrigen oder schleimigen Stühle verlieren vor allem Säuglinge sehr viel Flüssigkeit. Je jünger das Kind, desto schneller muss wegen der Gefahr des Austrocknens ein Arzt aufgesucht werden. Alarmsignale für einen starken Flüssigkeitsverlust bei Babys sind eine eingesunkene Fontanelle, auffallende Schläfrigkeit, Apathie und trockene rissige Lippen.

Auslöser für Durchfall

Akuter Durchfall
Eine Infektion (Darmgrippe) oder eine Lebensmittelvergiftung durch verunreinigte Nahrung ist der Auslöser. Bei Reisedurchfall sind oft Bakterien für die Symptome verantwortlich. Einige Menschen reagieren auf Medikamente mit Durchfall (Antibiotika). Oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie verbirgt sich dahinter. Chronischem Durchfall liegt oft ein Reizdarm-Syndrom zugrunde. Verstopfung und Durchfall im Wechsel auf Stress und Anspannung verstärkt die Symptomatik. Chronischer Durchfall hält länger als 14 Tage an.