Schlagwort: Hunde

Mit dem Vierbeiner wandern

Erholsame Auszeit für Hund und Halter

Hundepfoten passen sich den Bodenbedingungen optimal an, der Zweibeiner braucht das richtige Schuhwerk für lange Wanderungen. Foto: djd/Dogwalker
Hundepfoten passen sich den Bodenbedingungen optimal an, der Zweibeiner braucht das richtige Schuhwerk für lange Wanderungen.
Foto: djd/Dogwalker

Gemeinsam zu wandern, ist eine der natürlichsten Möglichkeiten, Hunde artgemäß auszulasten.

Wenn Zwei- und Vierbeiner fit und gesund sind, sind auch Tagestouren von bis zu 20 Kilometern kein Problem. Um sich und den Hund konditionell auf die erste gemeinsame Wandertour vorzubereiten, empfiehlt es sich, die täglichen Spaziergänge kontinuierlich auszudehnen und für den Einstieg kürzere Routen durch ebenes Gelände zu wählen.
Während sich Hundepfoten optimal den unterschiedlichsten Bodenbedingungen anpassen, steht und fällt die Wandertour für den Zweibeiner mit dem richtigen Schuhwerk. Der Schuhhersteller Baak beispielsweise hat mit dem „Dog Walker“ eigens für Hundehalter eine Schuhserie entwickelt, die besonders auch für lange Wandertouren durch unwegsames Gelände geeignet und im Online-Shop unter www.baak-dogwalker.de erhältlich ist. Unterwegs sollte der Hund möglichst nicht mit einem Halsband, sondern mit einem gepolsterten Brustgeschirr geführt werden. Außerdem nimmt man am besten mehrere Leinen mit, um den vierbeinigen Begleiter den jeweiligen Gegebenheiten entsprechend sichern zu können.

Ein faltbarer Napf, Wasser und Leckerlis gehören natürlich auch zur Ausrüstung sowie eine Tube Pfotensalbe, zum Schutz der Pfötchen auf steinigen Wegen, und eine kleine Notfallapotheke vom Tierarzt, die auch nicht fehlen sollten.

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Pflegestelle statt Tierheim

Windhunde in Not
Gerade für die sensiblen Windhundrassen stellt ein Tierheimaufenthalt eine sehr hohe Belastung dar.
Foto: djd/Windhunde in Not e.V.

Deutschlandweites Netzwerk kümmert sich um verwaiste Windhunde

Jedes Jahr landen etwa 300.000 Hunde in einem Tierheim. Viele von ihnen werden abgegeben, weil sie alt und/oder krank sind oder weil ihre Besitzer schlicht keine Lust mehr auf den inzwischen erwachsenen Vierbeiner haben, der sich so ganz anders entwickelt hat, als man es von dem niedlichen Welpen erwartet hat. Besonders voll wird es in den Tierheimen zur Hauptreisezeit, wenn etwa Zweibeiner ihren bislang besten Freund ganz einfach auf dem Weg in den Urlaub an einer Raststätte „vergessen“.

Hilfe für hochsensible Windhunde

Neben den rund 800 deutschen Tierheimen kümmern sich auch Organisationen wie „Windhunde in Not e.V.“ um verwaiste Vierbeiner. Um die überfüllten Tierheime zu entlasten und den hochsensiblen Windhundrassen – wie Afghanischer Windhund, Barsoi, Greyhound, Irish Wolfhound, Saluki, Whippet oder Windspiel – einen Aufenthalt dort zu ersparen, sucht der gemeinnützige Verein für die in Not geratenen Tiere Pflegeplätze oder ein neues artgerechtes Zuhause. So kann es passieren, dass etwa ein Hund aus Flensburg, dessen Besitzer verstorben ist, sein Zuhause bei einer Familie in Berchtesgaden findet, die gerade ihr langjähriges vierbeiniges Familienmitglied verloren hat. Gleichzeitig steht der Verein Besitzern von Windhunden beratend zur Seite, um sie im Notfall – zum Beispiel bei chronischen Krankheiten des Hundes – durch ein Patenhunde-Programm zu unterstützen. Wer Interesse hat, sich in seinem Umfeld im Tierschutz ehrenamtlich zu engagieren, sich einem der Windhundtreffen anzuschließen oder eine Pflegestelle anbieten kann beziehungsweise einen Windhund bei sich aufnehmen möchte, findet nähere Informationen unter www.windhunde-in-not.org oder auf Facebook.

Deutschlandweites Netzwerk

Um effizient helfen zu können, benötigt „Windhunde in Not“ ein deutschlandweites Netzwerk aus Ansprechpartnern und Helfern, die sich beispielsweise an Fahrketten beteiligen oder Windhundspaziergänge organisieren. Außerdem sucht der Verein ständig hundeerfahrene Pflegestellen, die bereit sind, sich mit den Windhundrassen intensiv auseinanderzusetzen und für begrenzte Zeit einen Hund bei sich aufzunehmen – Verpflegung, Tierarztkosten und Ähnliches werden vom Verein übernommen. Zielgerichtet materiell geholfen werden kann auch im Patenhunde-Programm, bei dem sich Paten an den Kosten für tierärztliche Behandlung und teures Spezialfutter eines bestimmten Hundes – und sei es mit noch so kleinen Beträgen – beteiligen. So können Hunde, die beispielsweise chronisch erkrankt sind und deren Familien sich in einer finanziellen Notlage befinden, ihr gewohntes Zuhause behalten.

20 Jahre Tierschutz in Deutschland

Dieses Jahr feiert der Tierschutzverein „Windhunde in Not e.V.“ mit Hauptsitz in Siegburg sein 20-jähriges Bestehen. Keine Selbstverständlichkeit in dieser „Branche“, wie die Vorsitzenden Jutta Pfarrer-Simon und Constance Sanders wissen. Bereits vor 40 Jahren wurde ein Arbeitskreis „Windhunde in Not“ ins Leben gerufen. 1993 wurde dann der gemeinnützige Verein gegründet mit dem Ziel, verwaisten Windhunden in Deutschland einen Pflegeplatz oder ein neues artgerechtes Zuhause zu verschaffen. Alle Informationen gibt es unter www.windhunde-in-not.org im Internet.